WARUM FÖRDERKREIS?

Sie als Eltern fragen sich, warum soll ich Mitglied im Förderkreis sein? Die Antwort lautet: Aus vielen Gründen. In der Hauptsache jedoch, um Ihren Kindern/Ihrem Kind die optimalen Möglichkeiten des Spracherwerbs in den Jahrgängen 1-6 zu ermöglichen.

Die Gründung der Staatlichen Europaschulen vor fast 2 Jahrzehnten ging seinerzeit von einer Elterninitiative aus. Dem Wunsch, den eigenen Nachwuchs im politischen Kontext des neuen Europas eine zweisprachige Grundschulausbildung (und in der Folge eine zweisprachige gymnasiale Oberstufe) durchlaufen zu lassen, wurde schließlich vom Berliner Senat mit dem „Schulversuch Europaschule“ entsprochen.

Allerdings, wie so oft in bildungspolitischen Aspekten, war dies mit einer Fehleinschätzung der schulischen Bedürfnisse seitens des Senats behaftet: es reicht eben nicht, eine kleine Anzahl von Fächern auf Englisch zu unterrichten, um die Kinder der englischen Sprache zu zuführen. In einem grundsätzlich deutschen Umfeld (Pausenhof-Sprache: Deutsch!) ist es sogar rein englischen Familien klar, daß eine Schule, die den bilingualen Aspekt betont, eine dem Wohnsitz-Land fremde Sprache, in unserem Fall Englisch, besonders üben und darstellen muß. Der Berliner Schulsenat hatte und hat bis heute jedoch hierfür keine finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Während vergleichbare Privatschulen wie etwa die benachbarte Berlin British School den gesamten Schulalltag rein englisch gestaltet, ist die Charles-Dickens-Europaschule einem ständigen sprachlichen Spagat unterworfen, der mangels ausreichender Anzahl von rein englischen Erzieherinnen/Lehrern/Innen ohne den Förderkreis zusammen brechen würde.

Um das Gleichgewicht von deutscher und englischer Sprache besser herzustellen wurde von den Eltern der Charles-Dickens-Europaschule der „Charles-Dickens-Förderkreis zur Zweisprachigen Erziehung e.V.“ (kurz: Förderkreis) gegründet, der sich dem Zweck widmet, die Übung der englischen Sprache für unsere Kinder sicherzustellen, finanziell, personell und projektbezogen.

Im Idealfall zahlen alle Eltern (deutsche, englische und deutsch-englische) pro Kind mit einem überschaubaren Beitrag in den Förderkreis ein,  dessen ehrenamtlicher (!) Vorstand (alles Eltern!) folgendermaßen aktiv wird:

–  Bezahlung der englischen Native Speaker, deren Einsatzplan vom Förderkreis jedes Jahr aufs neue und in enger Absprache mit den Lehrern erstellt wird…

–  Finanzierung der Schulprojekte der Native Speaker für unsere Kinder (vgl. Menüpunkt „Projekte).

–  Einsatz der Native Speaker im Freizeitbereich, aber zunehmend auch im Unterricht als „Hilfslehrer“ (der bekannte Berliner Unterrichtsausfall durch Krankheit etc. geht auch an uns nicht spurlos vorüber und wird zum Teil vom Förderkreis ausgeglichen)

–  „Verschickung“ der Native Speaker auf Klassenreisen, weil aus verschiedenen Gründen nicht genügend „staatliche Lehrer“ zur Verfügung stehen.

–  Internationale Suche nach Native Speakern durch Annoncen und Werbung. Inzwischen werden sogar Assistant Teacher, die den Senats- und Schulanforderungen genügen, von uns angesprochen mit dem Ausblick auf Festanstellung in unserer einmaligen Schule.

– Finanzierung unserer englischen Bibliothek inklusive Bibliothekarinnen.

–  Finanzierung und Förderung von englischsprachigen Projekten mit Schwerpunkt Sport und andere Aktivitäten.

Es dürfte deutlich geworden sein, daß der Förderkreis nicht nur einen außerordentlich umfangreichen Tätigkeitsbereich besitzt, alle Eltern, die sich den Schulalltag vergegenwärtigen, werden außerdem begreifen, daß der Förderkreis all das ergänzt, was von Seiten des Senats nicht finanziert werden kann oder soll.  Das Konzept der staatlichen bilingualen Europaschule Deutsch-Englisch steht und fällt daher mit dem Förderkreis. Übrigens wird auch die zweite Berliner Europaschule “Deutsch-Englisch”, die „Quentin-Blake“, von einem Förderkreis mitgetragen, der ähnlich strukturiert ist.

Wir, der Vorstand, wir können niemanden zwingen Mitglied im Förderkreis zu werden. Wir können nur das Solidarprinzip und die Gemeinnützigkeit betonen: Ihr elterlicher finanzieller Beitrag kommt Ihrem Kind/Ihren Kindern und den anderen Kindern zugute. Auch ist der Vorstand aufgerufen, eine moralische Unterscheidung von Zahlern und Nicht-Zahlern zu beachten. Gemeinnützigkeit heißt nicht “kostenlos”. Die Leistungen des Fördervereins sind keine staatlichen Leistungen, sondern dem bürgerschaftlichen Engagement jener Eltern zu verdanken, die ihren Kindern jenseits kostenträchtiger Privatschulen die bestmögliche bilinguale Grundschulbildung bieten möchten und fehlende staatliche Leistungen sinnvoll ergänzen. Ohne einen gewissen Förderbeitrag kann die Arbeit des Vereins nicht aufrecht erhalten werden.

Aus diesen Gründen bitten wir Sie herzlich: werden Sie FÜR IHRE KINDER Mitglied im Förderkreis!

Alle weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte den folgenden Seiten. Oder sprechen Sie uns an!

Mit freundlichen Grüßen,

Der Vorstand, Berlin im Juni 2010